Vereinsgeschichte
Vereinsgeschichte
"Der Verein wurde durch Generalversammlungsbeschluss vom 28. April 1912 gegründet."
 
Dieses ist der erste Satz, der im Schriftführerbuch des Bürgerschützenvereins niedergeschrieben ist. Unterzeichner war der damals erste Vorsitzende des Vereins Karl Vogt. Der Verein hatte im Gründungsjahr 88 Mitglieder. Karl Vogt, Förster in Henglarn, schoss auch im gleichen Jahr den Vogel ab, trat das Amt des Schützenkönigs jedoch nicht an. Wie aus der damaligen Zeit bekannt ist, trat er noch im Gründungsjahr aus dem Verein aus. Vorangegangen war eine Entscheidung des damaligen Pfarrers, der einer jungen Frau nicht erlaubte, Königin zu werden, da Karl Vogt evangelischen Glaubens war. Der Nachfolger als Vorsitzender wurde Hermann Agethen (Burs). Seine Amtszeit dauerte bis 1923.>
Danach übte dieses Amt, welches auch die Stellung des Oberst war, Anton Stieren bis 1928 aus. In den Jahren 1912-1928 wurde in der "Krümpe" auf den Vogel geschossen. Benutzt wurde ein 71iger Karabiner. Aufgrund wirtschaftlich schlechter Verhältnisse wurde von 1928-1934 kein Schützenfest, sondern ein Bürgerfest ohne Schützenkönig (Vogelschießen) gefeiert. Johannes Meier (Schneiders) führte den Verein bis 1937. Hauptmann war Wilhelm Düchting und Leutnant Johannes Schmidt. Fähnrich in dieser Zeit bis 1951 war "Birs Vater". Nachdem 1935 und 1936 auf dem Bleichhof nach dem Vogel geschossen wurde, war 1937 und 1938 bei "Hatteborn" Vogelschießen. Das letzte Fest vor dem II. Weltkrieg wurde bei "Höggers Scheune" gefeiert.

Nachdem der Krieg vorbei war, Josef Schäfers war weiterhin Oberst des Vereins, wurde 1950 wieder Schützenfest gefeiert. 1. Vorsitzender war der Lehrer Schweins. Da in der damaligen Zeit Schusswaffen verboten waren, wurde bei "Hengans" mit einer Armbrust nach dem Vogel geschossen. Jedoch schon im nächsten Jahr konnte ein "KK" benutzt werden. 1955 wurde ein Kugelfang gebaut und auf dem Bleichhof aufgestellt. Hier wurde bis 1964 Schützenfest gefeiert. In diesem Jahr (1964) wurde erstmals mit dem neuen Gewehr und der sogenannten Königspatrone geschossen. 1965 musste das Schützenfest wegen des Hochwassers ausfallen.
1966 begann eine neue Zeit für den Schützenverein. Der lang gehegte Wunsch, eine eigene Schützenhalle zu besitzen, wurde Wirklichkeit. Unter größter Anstrengung der Mitglieder wurde die Halle errichtet, und 1966 konnte dort das erste Schützenfest gefeiert werden.
Franz Röseler, der in der Zeit von 1953-1958 1. Vorsitzender war, wurde durch Wilhelm Meier abgelöst. Meinolf Menneke führte die Geschicke des Vereins von 1965 - 1972. Ihm folgte in der Führung des Vereins Karl Peters von 1972 - 1978. Nach einer kurzen Amtszeit von Johannes Wilhelmi in den Jahren von 1978 - 1981 führte bis 1996 Willi Adämer den Verein. Seit 1996 obliegt die Leitung des Vereins Tischlermeister Hermann Agethen. Oberst in der Zeit von 1952 - 1962 war Johannes Erhardt. Seine Nachfolge trat Heinrich Röseler an, der dieses Amt bis 1993 inne hatte. Ab 1993 bekleidet Josef Klockenkämper dieses Amt.
Unter Führung vom 1. Vorsitzenden Hermann Agethen und Oberst Josef Klockenkämper wurde 1997 das herausragendste Ereignis (neben dem Hallenneubau 1966) in der Geschichte des Schützenvereins gefeiert. Erstmalig gelang es dem Schützenverein unter der damaligen Regentschaft von Schützenkönig Friedhelm Lehde und seiner Ehefrau Christiane ein Jahr zuvor, 1996 in Salzkotten die Würde des Kreiskönigs zu erringen, und 1997 Ausrichter des Kreisschützenfestes zu sein. Henglarn war in diesem Jahr der Mittel- und Anziehungspunkt aller Schützen im Altkreis Büren und erwarb sich über seine Gemeindegrenzen hinaus großes Ansehen und viele Sympathien. Besonders lobenswert waren die vielen Aktivitäten innerhalb der Vorbereitungszeit zu diesem Fest. Hierfür erhielt der Verein beim Schützenfest 1999 aus den Händen von Bürgermeister Manfred Müller den Ehrenteller der Stadt Lichtenau.
Zu den alljährlichen Aufgaben, die die Mitglieder des Schürzenvereins mit viel Idealismus und Heimatliebe ausüben, gehört die Teilnahme am Patronatsfest der heiligen Margaretha um den 20. Juli eines Jahres. Die Pflege des Ehrenmales mit dem Vorplatz ist eine Selbstverständlichkeit. Abwechselnd mit der Reservistenkameradschaft führt der Verein die Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch.
Darüber hinaus ist der Bürgerschützenverein auch für die Kleinsten im Dorf zuständig. So veranstaltet er alljährlich die Nikolausfeier. Es ist schon fast überflüssig zu erwähnen, dass die Mitglieder des Schützenvereins immer mit Tat und Rat den übrigen Vereinen, insbesondere dem Heimatverein, zur Seite stehen. Hier ist in erster Linie der Adventsmarkt des Heimatvereins zu erwähnen. Die Mitglieder bauen morgens die Verkaufsstände für diesen Markt auf. Aber auch bei anderen Dorferneuerungs- bzw. Verschönerungsmaßnahmen sind sich die Mitglieder nicht zu schade, tatkräftig diese zu unterstützen. Es bleibt somit festzustellen, dass der Bürgerschützenverein seinen festen Platz im Dorf inne hat und wesentlich zur Dorfgemeinschaft beiträgt.